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What Do You Do in Times of Scarcity?

Sep 22
5 min read

Mr. Müller lives a modest life: He grew up on the outskirts of a small town, his parents always worked hard and taught him the “right” values. Once a year, he went to the Baltic Sea with his family, and otherwise he learned to put money aside, to save rather than waste it.

For 30 years, everything in Mr. Müller’s life has followed its usual course: He gets up at the same time every morning, meets the same colleagues at work, comes home at the same time, eats the same things every week, has the same hobbies, watches the same programs.

Everything is fine for Mr. Müller until a crisis and inflation occur. These worry him because suddenly food costs more than before, and in his head, scenarios of impending disaster are already playing out.

Touching his savings is impossible for him, so Mr. Müller makes the only choice that he knows and is familiar with: HOARDING and SAVING:

Spending less and less, turning every cent over three times before it can be spent, and reducing his life to a minimum.

This tendency is something that is deeply rooted, particularly in German-speaking regions. Especially in times of financial instability, the focus is on scraping together your money, holding on to it at all costs, and ABOVE ALL, NOT SPENDING IT. Especially not on something that would not be an essential, survival-critical expense.

Something that would bring you joy, or even support your own growth, would be considered a luxury – and therefore not allowed.

This behavior and the fear-driven energy behind it is something that can be clearly perceived and seen.

It feels like a thick, viscous mass that we all have to wade through with a different – an interesting – perspective on money when communicating with the outside world.

No, that isn't quite right: We don't even need to talk to the Mr. Müllers of this world, we can feel them anyway. This is called awareness.

And yes, the German-speaking world currently feels incredibly stuck, like a thick, grumpy man who has stubbornly sat down on the ground and absolutely refuses to be shown another perspective, let alone get up and move forward.

If we don't know that this energy doesn't belong to us, but that we are merely perceiving it, it can be extremely frustrating and draining.

Of course, it is already a great help to ask the question, “Who does this belong to?” and realize: Ahh, it doesn't belong to me at all.

This realization is already worth its weight in gold. If we add a little permission and remind ourselves that every person makes their own choices, and that it would be presumptuous to believe that we know better what is good for someone else, things become considerably easier.

If we want to take ANOTHER step further and add even more blossoms to the colorful bouquet of possibilities, the following questions can add an exquisite additional note:

“What contribution can I be here? What would it take to create beyond this? And what else is possible here that I myself have never yet acknowledged?”

And suddenly, new spaces open up in which we are no longer victims of the situation, but creators of possibilities.

Even if the Mr. Müllers of this world don't change one bit – we can choose something different.

And who knows, perhaps it will be so exciting or inspiring that at least one Mr. Müller out there thinks: “I want that too!”

And instead of drawing a conclusion, asks his first question.


Was machst du in Zeiten von Mangel?

Herr Müller lebt ein bescheidenes Leben: Er ist am Rande einer kleinen Stadt groß geworden, seine Eltern haben immer hart gearbeitet und ihm die „richtigen“ Werte vermittelt.. Einmal im Jahr ist er mit der Familie an die Ostsee gefahren und hat ansonsten gelernt, das Geld beiseite zu legen, zu sparen, anstatt es zu verplempern.

Bei Herrn Müller geht seit 30 Jahren alles seinen gewohnten Gang: Eer steht jeden Morgen zu selben Zeit auf, trifft dieselben Kollegen auf der Arbeit, kommt zur selben Zeit heim, isst jede Woche dasselbe, hat dieselben Hobbies, schaut die selben Programme.

Alles ist in Ordnung bei Herrn Müller, bis sich Krise und Inflation ereignen. Diese bereiten ihm Sorgen, denn plötzlich

mehr als zuvor und in seinem Kopf spielen sich bereits Untergangs-Szenarien ab.

Sein angespartes Geld anzufassen ist unmöglich für ihn, weshalb Herr Müller die einzige Wahl trifft, die ihm bekannt und vertraut ist: das HORTEN und SPAREN:

Weniger und weniger auszugeben, jeden Cent dreimal umzudrehen, bis er ausgegeben werden kann und sein Leben auf ein Minimum zu reduzieren.

Diese Tendenz ist etwas, was tief besonders in den deutschsprachigen Regionen verankert ist. Besonders in Zeiten von finanzieller Instabilität  geht es darum, sein Geld zusammenzukratzen, daran auf Teufel komm raus festzuhalten und es BLOSS nicht auszugeben. Vor allem nicht für etwas, was keine essentielle, überlebenswichtige Ausgabe wäre.

Etwas, was einem Freude bereiten würde, oder gar sein eigenes Wachstum unterstützen würde, wären Luxusgüter – ergo nicht erlaubt.

Dieses Verhalten und die angstgesteuerte Energie, die dahinter steht, ist etwas, was man ganz klar wahrnehmen und sehen kann.

Es fühlt sich wie eine zähe, dickflüssige Masse an, durch die wir alle mit einer anderen – einer interessanten – Ansicht zu Geld durchwaten müssen, wenn wir mit der Außenwelt kommunizieren.

Nein, das ist nicht ganz richtig: Wir brauchen nicht einmal mit den Herrn Müllers dieser Welt zu sprechen, wir spüren sie auch so. Das nennt man Gewahrsein.

Und ja, der deutschsprachige Raum spürt sich momentan unglaublich festgefahren an, wie ein dicker, grummeliger Mann, der sich voller Trotz auf den Boden gesetzt hat und sich partout weigert, eine andere Sichtweise gezeigt zu bekommen, geschweige denn aufzustehen und weiterzugehen.

Wenn wir nicht wissen, dass diese Energie nicht uns gehört, sondern wir sie nur wahrnehmen, kann es sehr frustrierend und zermürbend sein.

Natürlich ist es schon eine große Hilfe, die Frage zu stellen „Wem gehört das?“ und festzustellen: Aah, es gehört gar nicht mir“.

Diese Erkenntnis ist schonmal Gold wert. Nehmen wir noch etwas Erlaubnis dazu und erinnern uns selbst daran, dass jeder Mensch seine eigene Wahl trifft und es überheblich wäre zu glauben, wir wüssten besser, was jemand anderem gut tue, wird es um einiges leichter.

Wollen wir NOCH einen Schritt weitergehen und dem bunten Strauß an Möglichkeiten noch mehr Blüten hinzufügen, können die folgenden Fragen eine exquisite zusätzliche Note beisteuern: „Welcher Beitrag kann ich hier sein? Was braucht es, um darüber hinaus zu kreieren? Und was ist hier eigentlich noch möglich, das ich selbst noch nie anerkannt habe?“

Und plötzlich öffnen sich neue Räume, in denen wir nicht mehr Opfer der Situation, sondern Schöpfer von Möglichkeiten sind.

Auch wenn die Herr Müllers dieser Welt sich kein Stückchen verändern – wir können etwas anderes wählen. Und wer weiß, vielleicht ist es so aufregend oder inspirierend, dass zumindest ein Herr Müller da draußen sich denkt: „Das will ich auch!“ und statt einer Schlussfolgerung seine erste Frage stellt.



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